Accessibility Espresso #3 ☕
26. März 2026
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{if %lastname != ''}{if %gender == 'female'}Sehr geehrte Frau{elseif %gender == 'male'}Sehr geehrter Herr{else}Sehr geehrte Frau / Sehr geehrter Herr{/if}{if %title != ''} {%title}{/if} {%lastname}{else}{if %gender == 'female'}Sehr geehrte Kundin{elseif %gender == 'male'}Sehr geehrter Kunde{else}Sehr geehrte/r Kundin/Kunde{/if}{/if},
herzlich willkommen zur neuen Ausgabe, diesmal mit folgenden Themen:
Der Web Almanac 2025 liefert Daten von 17,2 Millionen Websites, Bogdan Cerovac fordert, Barrierefreiheit ins KI-Training zu integrieren statt nachzurüsten, und eine WCAG-Checkliste, endlich sortiert nach dem, was Designer:innen tatsächlich abliefern.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Lektüre.
Viele Grüße
Jan Deppisch
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⭐ Thema der Woche
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Das Accessibility-Kapitel des Web Almanac 2025 zeigt, dass der mediane Lighthouse Accessibility Score auf 85% gestiegen ist. Wichtige Verbesserungen umfassen ARIA Accessible Names. Ein neuer KI-Abschnitt behandelt, wie LLMs Accessibility-Probleme perpetuieren könnten.
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📋 Das große Ganze
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Ted Drake beschreibt ein Drei-Phasen-Framework für den Aufbau eines internen Accessibility-KI-Assistenten: Zuerst eigene Richtlinien und Checklisten, dann externe Design-Systeme wie IBM Carbon und GOV.UK, und schließlich alles als kuratierte PDFs mit einem CSV-Index strukturieren. Die zentrale Erkenntnis: KI-Systeme sind nur so gut wie die Quellen, die man ihnen gibt — kleinere, hochwertige Dokumentensets liefern bessere Ergebnisse als umfassende Sammlungen. Drake hat sogar ein GitHub-Repository mit Templates und Automatisierungsskripten veröffentlicht.
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Staying curious and learning more about AI and where it can help with accessibility, I see a lot of work done with bolting it on instead of shifting it left. Seems that shift left needs us once again.
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Accessibility Standards Canada hat CAN/ASC-2.1:2025 veröffentlicht - den weltweit ersten nationalen Standard für barrierefreie und gerechte KI. Unter Beteiligung von Menschen mit Behinderungen entwickelt, deckt er den gesamten KI-Lebenszyklus ab - von Trainingsdaten bis Deployment - und adressiert Bias, Transparenz und Kompatibilität mit assistiven Technologien. Der Standard ergänzt den Accessible Canada Act und signalisiert: KI-Regulierung und Behindertenrechte wachsen zusammen.
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⚙️ In der Praxis
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Geri Reids WCAG Design Checklist ordnet die Erfolgskriterien der WCAG 2.2 nach Designkategorien statt nach Konformitätsstufen -Farbe und Kontrast, Typografie, Layout und Abstände, Bilder, Formulare, Links, Fokuszustände, Bewegung und mehr. Jeder Checklistenpunkt verweist direkt auf ein spezifisches WCAG-Kriterium (mit SC-Nummer) und erklärt die Anforderung in klarer, designerfreundlicher Sprache. Die Checkliste richtet sich an Designer:innen, die Barrierefreiheit in ihre Deliverables einbauen wollen, bevor sie an die Entwicklung übergeben -nicht erst nachträglich. Deckt Level A und AA Kriterien ab, die Designer:innen direkt beeinflussen können.
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a11yphant ist eine kostenlose, quelloffene interaktive Lernplattform, die Web-Accessibility durch praxisnahe Coding-Challenges und Multiple-Choice-Quizze vermittelt. Entwickelt von Daniela Kubesch, Thomas Dax und einem Team an österreichischen Hochschulen, deckt die Plattform Themen wie semantisches HTML, Überschriften, Bilder, Formulare, Buttons, Links und Seitenstruktur ab. Lernende schreiben echten HTML- und CSS-Code direkt im Browser — ohne Setup — und erhalten sofort Feedback, ob ihr Code die Barrierefreiheits-Kriterien erfüllt. Sie schließt eine Lücke in der Lernlandschaft, indem sie Accessibility praxisnah statt theorielastig vermittelt.
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Blake Watsons 'HTML for People' ist ein kostenloses Online-Buch, das HTML für Menschen ohne jegliche Programmiererfahrung erklärt. Das Buch führt Schritt für Schritt durch den Bau einer echten, mehrseitigen persönlichen Website — von den Grundlagen, was HTML überhaupt ist, über semantische Elemente wie Überschriften, Listen und Landmarks bis zur Veröffentlichung auf Neocities. Watson betont ausdrücklich, dass das Web allen gehört, nicht nur Entwicklern, und integriert Accessibility-Prinzipien natürlich in jedes Kapitel, statt sie als Nachgedanken zu behandeln.
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